120 Tage iPhone 3GS - eine Zwischenbilanz




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Ich weiß noch zu genau, wie sehr ich mir den Kopf zerbrochen hab, für welche Farbe ich mich entscheiden soll: weiss oder schwarz? Klar, weiss wirkt ein wenig feminin, ist aber ein Eye-Catcher-Multiplikator. Und mittlerweile liegen die Vorteile auf der Hand: deutlich weniger sichtbare Kratzer im Vergleich zur dunklen Variante, deutlich weniger sichtbare Fingerabdrücke. Die richtige Entscheidung.

Und Verfärbungen kann ich bis dato auch keine feststellen, selbst nach intensiver WLAN-Nutzung und parallelem Gaming. Was mich direkt zur Akkulaufzeit bringt: für meine Bedürfnisse überraschend positiv. Bei ein paar SMS täglich, gelegentlichen Telefonaten, bisschen Browsing via 3G und Musik hören in der U-Bahn macht der Akku nach ziemlich genau 10 Tagen schlapp. Surfe ich häufiger im WLAN oder kann die Finger mal wieder nicht vom neuesten Spiel lassen, ist natürlich früher Schluss mit dem mobilen Vergnügen.

Vor dem iPhone hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mir einen Nintendo DS zuzulegen, um etwa den Aufenthalt im Zug oder beim Arzt angenehmer zu gestalten. Das Thema hat sich erledigt: die Umsetzung mancher Spiele wie Blimp, Labyrinth, mevo, iBlast Moki, Samurai: Way of the Warrior oder Let´s Golf ist schlichtweg phänomenal für ein Handy. Es ist aber eben mehr als nur das. Gerade mit dem vollwertigen eMail-Client Mail kann Apple punkten, eine Synchronisierung vollständiger eMails via iTunes wäre dennoch für zukünftige Modell/Updates wünschenswert. Das Messaging funktioniert im Landscape-Modus vorbildlich weil sehr präzise und aufgrund einer guten Handhabung, sowohl bei eMails als auch SMS. In Sachen SMS könnte Apple aber nachbessern: Nicht alle können eine SMS-Flatrate ihr Eigen nennen, ein Zeichenzähler wäre hilfreich. Apps wie SMS Butler schaffen zwar Abhilfe, verkomplizieren jedoch den Vorgang.

Das GPS-Modul hat mich im Zusammenspiel mit Google Maps zuverlässig an meinen gewünschten Ort gebracht, von der Kamera bin ich jedoch enttäuscht. Mein drei Jahre altes Sony Ericsson K800i gewinnt hier um Längen. Die Bilder sind meist unscharf und enorm lichtabhängig, für eine Archivierung durchläuft bei mir jedes Bild die iPhoto-Bildbearbeitung.

Ein weiteres Minus ist die eingeschränkte Funktion des Bluetooths. So ist das Verschicken von Fotos oder Liedern nur mit Zusatzapps möglich, und das nur zu Apple-Endgeräten. Schnell den neuesten Klingelton versenden, ob legal erworben oder nicht, funktioniert nicht. Mich hat auch überrascht, dass die Synchronisation des Kalenders mit iCal auf dem Macbook nicht realisierbar ist. Und über einen Jailbreak denke ich erst nach, wenn meine Garantie abgelaufen ist, auf die ich hoffentlich nie zurückgreifen muss. Bis zum heutigen Tag hatte ich erst einen Absturz (beim Öffnen der FOCUS-App, die von mir daraufhin gelöscht wurde), sowohl an der Hard- als auch Software habe ich bis dato nichts zu beanstanden. Übliche Gebrauchsspuren (leichte Kratzer am unteren Chromrahmen des Gehäuses) sind zu verkraften und selbstverständlich kein Gewährleistungsgrund.

Die Kamera und der magelhafte Datenaustausch sind für mich die größten Schwachpunkte. Die Kamera wegen dem angesprochenen Qualitätsdefizit der Bilder, wodurch man gezwungen ist eine Digital-Kamera mitzuführen, um anständige Fotos zu knipsen. Eine Eierlegende Wollmilchsau ist auch das iPhone 3GS leider nicht. Was mich darüberhinaus stört und was ich ändern würde, wenn ich es könnte, folgt nun stichwortartig:

Ärgerlich
- Der Wecker funktioniert nur bei eingeschaltetem Handy
- Fixe Apps wie iTunes, Aktien, Appstore usw lassen sich nicht entfernen

Idealerweise
- Kalender sollte eine Art To-Do-List enthalten, mit kleinen Zahlen wie bei empfangenen Nachrichten/eMails oder entgangenen Anrufen
- SMS-Töne ebenfalls änderbar, Klingeltonänderung ist mit Garageband schließlich möglich



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